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Heft 1/2002


Osteuropa 1/2002
Preis: 8,50 €

Coverbild

Manfred Füllsack | 3

Bildung als Konsumgut?
Folgen der Entstaatlichung des Bildungswesens in Rußland
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Wissenschaft und Bildungssystem in Rußland kämpfen mit den Folgen der postsowjetischen Entstaatlichung. Trotz privatwirtschaftlicher Initiativen lähmt die Kommerzialisierung Forschung und Lehre. Schließen

Karl-Heinz Moder | 14

Kein Ende der demokratischen Eiszeit in Zentralasien
Ein Beitrag zur „Renaissance“ der zentralasiatischen Region in der öffentlichen Wahrnehmung
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In Zentralasien ist die Hoffnung auf Demokratie nicht in Erfüllung gegangen. In allen fünf Staaten haben sich autoritäre Regime etabliert. Die Machtfülle der Präsidenten ist grenzenlos, eine echte Opposition existiert nicht. Die Bevölkerung ist von den politischen Entscheidungen ausgeschlossen. Zwar sind alle Staaten mit Ausnahme Tadschikistans weitgehend stabil. Doch dies ist eine Scheinstabilität. Die Mißachtung der Menschenrechte führt zu einem fatalen Kreislauf: Repression und oppositionelle Untergrundsaktivitäten verstärken sich gegenseitig. Die schwelenden Konflikte in Zentralasien könnten bald ausbrechen. Schließen

Elina Hornbacher | 38

Der Stellenwert der russischen Sprache in der Republik Moldau
Ein Beispiel für Spätfolgen sowjetischer Sprachpolitik
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Jahrzehnte sowjetischer Russifizierungspolitik haben die russischen Sprache in der gesamten UdSSR verbreitet. Seit dem Zerfall der Sowjetunion leben in den Nachfolgestaaten der UdSSR russischsprachige Diasporagemeinschaften. Daher spielt das Russisch in der GUS nach wie vor eine wichtige Rolle als Sprache der interethnischen Kommunikation. Schließen

Elżbieta Mączyńska | 52

Ökonomische Folgen einer unzureichenden Umstrukturierung von Unternehmen in Polen
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Die polnischen Wirtschaft ist durch die Transformation geschwächt. Die Unternehmen sind gegen Konjunkturschwankungen und externe Schocks nicht gewappnet, Marktbarrieren können sie kaum überwinden. Schließen

Themen der Zeitgeschichte

Lars Karl | 67

Von Helden und Menschen
Der Zweite Weltkrieg im sowjetischen Spielfilm (1941–1965)
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Das „Tauwetter“ in der Sowjetunion nach dem XX. Parteitags der KPdSU leitete eine Wende im sowjetischen Spielfilm ein. Dies zeigt sich an Filmen über den „Großen Vaterländischen Krieg“. Stereotype Heldenfiguren, schematische Handlungsabläufe sowie die allesüberragende Gestalt Stalins wichen einer psychologisierenden Darstellung der Figuren in der Extremsituation „Krieg“. Die in den Filmen der Stalin-Ära stets steril und im Kollektiv agierenden, sakrosankten Heroen wurden abgelöst durch den einfachen „homo sovieticus“, der sein eigenes, hartes Schicksal trägt und dadurch wahre menschliche Größe erreicht. Schließen